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Die Strada dei Colli (Hügelstrasse) führt nach Trebbiantico, wo sie an einem Haus, an dessen Wand "Schritttempo" steht (einst an Pferde, heute an Autos gerichtet), mit der Via per Fosso Sejore und der Via per Novilara eine Dreierabzweigung bildet, die den antiken Namen Trivium Antiquum trägt(hierin liegt auch der Ursprung für den Namen Trebbiantico).
An diesem Ort traf im ersten Jahrhundert vor Christus die aus Pesaro kommende Strasse mit der "neuen" Flaminia zusammen, die von den Römern zur Umgehung der Stadt gebaut worden war. Nicht weit entfernt von dieser Abzweigung befinden sich die antiken Quellen "Fonti di Sajano", die im römischen Zeitalter für ihre heilenden Eigenschaften berühmt waren.
Um diese Trivium Antiquum herum entwickelte sich allmählich eine kleine Ansiedlung, die den Namen Trebbiantico bekam.
Dieser "anmutige Ort auf dem Rücken einer lachenden Anhöhe " ist aufgrund seiner geographischen Lage stets ein beliebter Ferienort gewesen.
Unter allen mehr oder weniger modernen Bauten ist Villa Cattani-Stuart sicher der bedeutendste.
Zu Beginn der zweiten Hälfte des 1600 auf Wunsch der Familie Cattani erbaut, erlebt die Villa ihre Blütezeit rund hundert Jahre später, als sie vom florentinischen Kardinal Alemanno Salviati, dem abgeordneten Pontifex der Provinzen Pesaro und Urbino, und seinen Gästen in der Zeit von 1717- 1732 als Landsitz genutzt wird. Unter den Gästen befand sich 1726 auch James III Stuart (wie in lateinischer Schrift auf dem Stein über dem Eingangstor der Villa zu lesen ist) der sich noch des ihm von der katholischen Kirche anerkannten Titels "König von England" rühmte. Mit dem Tod von Alessandro Cattani und der Hochzeit von Anna Maria, der letzten Erbin der Familie, mit dem Marchesen Giovanni Paolucci lässt die Bekanntheit der Villa nach. Dennoch waren auch die folgenden Besitzer (die Paolucci, die Gräfin Bolis, deren sterbliche Überreste auf dem Friedhof von Trebbiantico ruhen, die Giungi und die Marconi) stets bemüht, den ursprünglichen Glanz der Villa zu erhalten, und dies hat sich bis zum heutigen Besitzer nicht geändert.
Dank dieser fortwährenden, liebevollen Pflege konnte die Schriftstellerin Clarice Tartufari 1911 in ihrem in Trebbiantico angesiedelten Roman "Eterne leggi" (Ewige Gesetze) schreiben: "...a sinistra per l'intera lunghezza del borgo, una villa sontuosa sfoggiava la ornamentazione del suo muro di cinta e la maestosità dei suoi cancelli, di dove il giardino s'intravedeva variopinto di aiuole e lieto di zampilli" ("... an der gesamten linken Seite des Ortes erstreckt sich eine imposante Villa von einer prunkvollen, geschmückten Mauer umgeben und mit majestätischen Toren, durch die man einen bunten Garten mit Blumenbeeten und fröhlichen Wasserspielen erblickte...").
Im Inneren der Villa sind Deckengemälde von Nicolò Berrettoni, einem Schüler des Cantarini und des Maratti (oder Maratta)zu bewundern. Durch eine Gallerie gelangt man zu einer kleinen Kapelle, in die sich der Kardinal Salviati zum Gebet zurückzog; die ursprüngliche Einrichtung ist im Laufe der Zeit verloren gegangen. Die Villa liegt abseits von den anderen Häusern des Ortes und mitten in einem Park mit Bäumen: hinter ihr befinden sich auf der rechten Seite drei wunderschöne italienische Gärten mit Springbrunnen, Becken, kleinen Tempeln und Steinstatuen, von denen aus man einen herrlichen Blick auf das Tal des Rio Fosso Sejore hat.
Die Villa fügt sich harmonisch in eines der schönsten Landschaftsbilder der Pesareser Hügel ein und bietet jede Art von Dienstleistung. Die teilweise mit Fresken versehenen Räumlichkeiten bieten Platz für 20-500 Personen. Ausserdem bietet die Villa Übernachtung und Frühstück in stilvoll eingerichteten Zimmern.