Zu Beginn der zweiten Hälfte des 1600 auf Wunsch der Familie Cattani erbaut, erlebt die Villa ihre Blütezeit rund hundert Jahre später, als sie vom florentinischen Kardinal Alemanno Salviati, dem abgeordneten Pontifex der Provinzen Pesaro und Urbino, und seinen Gästen in der Zeit von 1717- 1732 als Landsitz genutzt wird. Unter den Gästen befand sich 1726 auch James III Stuart (wie in lateinischer Schrift auf dem Stein über dem Eingangstor der Villa zu lesen ist) der sich noch des ihm von der katholischen Kirche anerkannten Titels "König von England" rühmte.
Mit dem Tod von Alessandro Cattani und der Hochzeit von Anna Maria, der letzten Erbin der Familie, mit dem Marchesen Giovanni Paolucci lässt die Bekanntheit der Villa nach. Dennoch waren auch die folgenden Besitzer (die Paolucci, die Gräfin Bolis, deren sterbliche Überreste auf dem Friedhof von Trebbiantico ruhen, die Giungi und die Marconi) stets bemüht, den ursprünglichen Glanz der Villa zu erhalten, und dies hat sich bis zum heutigen Besitzer nicht geändert.
Im Inneren der Villa sind Deckengemälde von Nicolò Berrettoni, einem Schüler des Cantarini und des Maratti (oder Maratta)zu bewundern. Durch eine Gallerie gelangt man zu einer kleinen Kapelle, in die sich der Kardinal Salviati zum Gebet zurückzog; die ursprüngliche Einrichtung ist im Laufe der Zeit verloren gegangen.
Die Villa liegt abseits von den anderen Häusern des Ortes und mitten in einem Park mit Bäumen: hinter ihr befinden sich auf der rechten Seite drei wunderschöne italienische Gärten mit Springbrunnen, Becken, kleinen Tempeln und Steinstatuen, von denen aus man einen herrlichen Blick auf das Tal des Rio Fosso Sejore hat.
Die Villa fügt sich harmonisch in eines der schönsten Landschaftsbilder der Pesareser Hügel ein, und uberblickt das ganze Tal bis das Meer.